Fürstenkamp

Ein interessanter Flurname und eine auffällige rechteckige Wall-Graben Struktur kennzeichnen diesen Platz. Was genau der "Fürstenkamp" war, muss beim derzeitigen Kenntnisstand noch offen bleiben.

Kahle Fläche im Wald
So wie diese alte Aufforstungsfläche könnte auch der Fürstenkamp ausgesehen haben. Foto: Eduard Goebel © LWL-Medienzentrum für Westfalen

Schon auf den ältesten bekannten Karten ist der Fürstenkamp als rechteckiger, abgeschlossener Bereich dargestellt. In der ersten exakten topographischen Aufnahme aus dem Jahr 1839 ist dieser Bereich nicht bewaldet, aber dreiseitig von Wald umstanden. Im eingefriedeten Bereich befindet sich außerdem eine große Kreuzung mit gleich sechs Wegen. In solchen eigefriedeten Kämpen wurden beispielsweise Tiere eingehegt, die ansonsten in den Wald getrieben wurden. Der auffällige Flurname "Fürstenkamp" könnte aber auch auf eine andere Nutzung hindeuten: Durchaus denkbar ist, dass dieser Platz mit der barocken Jagdpraxis zu tun hat, bei der Wildtiere zusammengetrieben wurden, um sie dann den Schützen zuzutreiben. Andere Quellen deuten wiederum darauf hin, dass es sich eher um eine frühe waldbauliche Anlage gehandelt haben könnte. So könnte der Fürstenkamp beispielsweise auch ein eingefriedetes Stück Land zur Anzucht junger Bäume gewesen sein.